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Ein Roboter packt aus

Fabian Repking, Auszubildender Mechatroniker der Grimme Landmaschinenfabrik, zeigt dem Roboter, wo er die Transportbox im Produktionsprozess findet.

Wie die Produktion von morgen aussehen kann, zeigen Auszubildende der Excellence Initiative der Berufsbildenden Schulen der Brinkstraße in Osnabrück, am Beispiel einer Mensch-Roboter-Kollaboration an einem virtuellen Arbeitsplatz.

Fabian, ausgestattet mit einer AR-Brille (Augmented Reality), sieht virtuelle Objekte, die er greifen und im Raum platzieren kann. Er hält für die Zuschauer ohne AR-Brille eine unsichtbare Transportbox in den Händen. Wenn er die Box vor dem Roboter abstellt, wird dieser vom exakten Standort über die Brille informiert. Werden dort jetzt reale Transportboxen abgestellt, kann der Roboter Werkstücke automatisiert aus der Box auspacken. Diese und andere Szenarien aus Industrie 4.0 Prozessen in Smarten Fabriken entwickeln und erproben Auszubildende der Berufsschule an der Brinkstraße in einer speziellen AG, der Excellence Initiative.

Excellence Initiative Industrie 4.0

Christian Wichmann und Stefan Sayk haben die Initiative an der Schule ins Leben gerufen. Seit 2016 kommen hier Auszubildende an einem weiteren Berufsschultag an die Brinkstraße, um sich den gesamten Schultag mit Zukunftsthemen aus dem Bereich der Industrie 4.0 zu beschäftigen. Auch wenn die Auszubildenden an dem Tag in der Firma nicht als Arbeitskraft zur Verfügung stehen, verzichten die Firmen gerne auf ihre Mitarbeiter, da die in der AG gemachten wertvollen Erfahrungen, so zum Teil nicht im eigenen Betrieb erworben werden können.

Kollaborative Roboter

Die Weiterentwicklung von Industrierobotern ermöglicht ein Zusammenarbeiten zwischen Menschen und Robotern. Viele haben vielleicht Bilder von menschenleeren Produktionshallen mit vielen Industrierobotern vor Augen, die in Schutzkäfigen ihre Arbeit verrichten. Hier darf kein Mitarbeiter die Roboterzellen betreten, ohne die Roboter vorher abzuschalten, da es sonst viel zu gefährlich wird. Die neuen kollaborativen Roboter besitzen Sensoren die Menschen erkennen und gegebenenfalls selbständig in einer Gefahrensituation abschalten können. So ist eine Zusammenarbeit mit einem Roboter Hand in Hand möglich. Matthias Biermann und Lukas Hindahl, beide Auszubildende der emb (elktro-bau-montage) GmbH aus Osnabrück, haben einen dieser Roboter der neuesten Generation zum Leben erweckt. „In Zusammenarbeit mit dem Hersteller des Roboters haben wir die Schnittstelle zur Übermittlung der Positionsdaten aus der AR-Brille eingebaut.“ erklärt Matthias. 

Augmented Reality

Die Anreicherung von virtuellen Informationen in reale Prozesse kennen vielleicht einige aus dem Headup-Display im Auto. Die AR-Brille geht hier noch einen entscheidenden Schritt weiter. Während im Auto in der Windschutzscheibe nur zusätzliche Informationen, wie z.B. die aktuell höchstzulässige Geschwindigkeit angezeigt wird, kann der Benutzer einer AR-Brille mit diesen virtuellen Daten interagieren. Eingeblendete Objekte wie z.B. ein neues Sofa schon mal an die richtige Stelle im Wohnzimmer stellen, um so einen Eindruck vom neuen Möbelstück zu erhalten. „Wir stellen hier zwar keine Sofas in die Produktion, sondern Transportkisten, aber im Grunde genommen ist die Technik die Gleiche.“ berichtet Dominik Jülich Auszubildender der Compugroup Medical.

Weitere Informationen

Zu den aktuellen Projekten geht es hier https://bbs-os-brinkstr.de/die-schule/innovative-projekte/excellence-initiative-industrie-40 Gerne können sie sich aber auch direkt an Stefan Sayk (sayk@bbs-brinkstrasse.de) wenden.

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