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Willkommen zurück an der Brinkstraße
Im Rahmen eines Kollegiumstreffens begrüßte der neue Schulleiter Frank Baller die Schulgemeinschaft der BBS Brinkstraße. Es war ein Wiedersehen in vertrauter Umgebung, nun allerdings in neuer Rolle, bei dem er deutlich machte, dass er auf Kontinuität, Dialog und gemeinsame Weiterentwicklung setzt.
Ganz fremd ist Frank Baller an der Brinkstraße nicht: Elf Jahre lang wirkte er hier als stellvertretender Schulleiter, bevor er vor drei Jahren die Leitung der BBS in Melle übernahm. „Schön, wieder hier zu stehen“, sagte er zu Beginn seiner Ansprache und dankte für den offenen Empfang. Sein besonderer Dank galt seinem Vorgänger Martin Henke, der die Übergabe „in geordneten Bahnen“ gestaltet und sich mit großem Engagement für die Schule eingesetzt habe.
Obwohl Frank Baller „nicht lange weg“ gewesen sei, habe sich doch vieles verändert: neue Gesichter in der Verwaltung, im Hausmeisterteam, in der Schulassistenz und im Kollegium – und zahlreiche Entwicklungen, die die Schule sichtbar vorangebracht hätten. Einen Neustart um jeden Preis wolle er daher nicht. „Ich komme nicht mit dem Anspruch eines Bruchs, sondern mit dem Wunsch, dort anzusetzen, wo wir stehen“, betonte er.
In seiner neuen Rolle gehe es für ihn um mehr Gesamtverantwortung, Moderation und klare Kommunikation – weniger um Detailsteuerung. Verlässlichkeit, Transparenz und Offenheit seien dabei zentrale Leitlinien. Um sich ein umfassendes Bild zu verschaffen, setzt der neue Schulleiter auf strukturierte Gespräche mit den Abteilungsleitungen ebenso wie auf den informellen Austausch mit Schulsozialarbeit, Schülervertretung, Verwaltung, Hausmeistern, Schulassistenzen und verschiedenen Arbeitsgruppen. „Schule ist mehr als Unterricht – jede Perspektive zählt“, so Baller. Die Einbindung des Kollegiums sei ihm dabei besonders wichtig.
Auch inhaltlich skizzierte er seine Sicht auf Schulentwicklung: Das Kerngeschäft bleibe der Unterricht – verstanden nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als gezielte Kompetenzentwicklung. Kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation müssten bewusst gefördert werden. Vor dem Hintergrund von demografischem Wandel, regionalem Fachkräftebedarf und zunehmend heterogenen Lernvoraussetzungen stelle sich die Frage, wie Unterricht weiterentwickelt werden könne. Generative Künstliche Intelligenz solle dabei nicht technikgetrieben, sondern pädagogisch verantwortet eingesetzt werden.
Frank Baller versteht die BBS Brinkstraße zudem als einen wichtigen Begegnungsraum: einen Ort der Vielfalt, des Respekts und der Verlässlichkeit. „Wir bilden nicht nur Fachkräfte aus – wir begleiten junge Menschen in einer prägenden Phase ihres Lebens“, sagte er. Chancen sieht er auch in der stärkeren Vernetzung, etwa durch das Projekt „Seven Together“, das gemeinsames Lernen, Ressourcenteilung und ein stärkeres gemeinsames Auftreten ermöglicht.
Zum Abschluss blickte der neue Schulleiter nach vorn: Er freue sich auf die Zusammenarbeit, wolle zuhören, moderieren und Verantwortung übernehmen. „Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Schritte gehen“, lautete sein Appell – bevor er den offiziellen Teil mit einem Augenzwinkern beendete: Bei Bratwurst und Getränken zeigte sich anschließend, dass Gespräche manchmal genauso wichtig sind wie Worte.


