28.04.2010 - Neue Osnabrücker Zeitung
50. Geburtstag mit Sternfahrt und Ehemaligentreffen
Wo Generationen von Schülern die Schulbank drückten und moderne Technologien von jeher einen großen Stellenwert haben, wird in diesem Jahr gefeiert: Die Berufsbildenden Schulen an der Brinkstraße werden 50 Jahre alt. Für die Macher um Schulleiter Johannes Brockmeyer steht deshalb neben dem Schulalltag noch einiges mehr auf der Agenda: Im September und Oktober soll es ein umfangreiches Programm mit Festakt und Schulolympiade geben. Das teilt der Landkreis Osnabrück mit.
„Die BBS haben sich in den vergangenen 50 Jahren zu einem modernen und innovativen Technologiestandort entwickelt. Wer hätte 1960 schon gedacht, dass an der Brinkstraße einmal Roboter programmiert werden?“, spielt Kreisrat Matthias Selle auf die kürzliche Gründung eines Innovations- und Zukunftszentrums für Mechatronik- und Robotiksysteme an. „Und wer feste arbeitet, der darf auch Feste feiern. Ich bin mir sicher, dass die Organisatoren ein tolles Programm zusammenstellen.“
Die bisherige Planung für die Jubiläumsfeiern kann sich sehen lassen: Höhepunkt dürfte ohne Zweifel ein ökumenischer Gottesdienst und schließlich der große Festakt am 29. Oktober werden. Christian Wulff, niedersächsischer Ministerpräsident, wird an diesem Tag als Festredner erwartet. Doch das ist nicht alles: Die BBS haben sich in den vergangenen 50 Jahren stets technologischen Veränderungen anpassen müssen. Wer das im Detail nachverfolgen will, ist ab dem 20. September in der Ausstellung „50 Jahre Technikgeschichte und Wandel der Arbeitswelt“ richtig aufgehoben. Etwas (Pferde-)Starkes gibt es am 1. Oktober: Unter dem Motto „Klassik trifft Zukunft“ findet eine Sternfahrt mit Oldtimern bis zum Schulgelände statt. „Wir planen auch ein Ehemaligentreffen und sind gespannt darauf, welche bekannten Gesichter wir wiedertreffen“, freut sich Brockmeyer. An den BBS besuchen momentan etwa 4300 Schülerinnen und Schüler die Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik und Naturwissenschaften sowie die Bereiche Informationstechnik, Versorgungstechnik und Mechatronik.
Weitere Infos zum Jubiläum sowie zum Anmeldeverfahren für das Ehemaligentreffen im Internet unter www.bbs-os-brinkstr.de.
"Osnabrück belegt zweiten Platz"
Bei den deutschen Meisterschaften zur mobilen Robotik in Erfurt verpasste das Team aus Osnabrück knapp den ersten Platz. Das Osnabrücker Team, welches sich in diesem Jahr für die deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte, setzte sich aus den Auszubildenden Niklas Himker, von der Georgsmarienhütte GmbH, und Mario Przesang, von Rohstoff Recycling Osnabrück, zusammen. Ihr Berufsschullehrer, Stefan Sayk, der BBS Brinkstraße lobte die Auszubildenden auch nach dem knapp verpassten Sieg: Auch wenn wir heute dem Erfurter Team die Teilnahme an den Europameisterschaften in Lissabon ermöglichten, hat meine Mannschaft ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert. Beim alles entscheidenden Finale hatten die Erfurter einfach ein Quäntchen mehr Glück.

von links Mario Przesang, Stefan Sayk und Niklas Himker
Fünf frische Goldschmiedinnen
NOZ - 05.03.2010
In feierlicher Atmosphäre entließ die Innung der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Osnabrück-Emsland im Haus der Innungen am Schölerberg in Osnabrück fünf Goldschmiedinnen in den Gesellenstand. Auf multifunktionale Weise, nämlich als Innungsobermeister, aber auch als niedersächsischer Landesinnungsmeister sowie als Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Osnabrück beglückwünschte Horst Glüsenkamp den beruflichen Nachwuchs.
Obwohl die Prüflinge der Innung traditionell ein hohes Leistungsniveau aufweisen, war in diesem Jahr ein Sonderlob angebracht, denn drei Schmiedinnen schlossen jeweils mit einem „sehr gut“ ab, nur durch marginale Punktunterschiede voneinander getrennt. Innungssiegerin wurde Sara Kunze vom Ausbildungsbetrieb Schliehe, Osnabrück. Die weiteren erfolgreichen Absolventinnen waren Svenja Woltmann (Hungeling, Nordhorn), Melanie Hellming (Kreuzkamp, Bersenbrück), Lena Wunderlich (Zeddelmann, Lübbecke) sowie Marlene Perschel (Titgemeyer, Osnabrück).
Worte des Dankes und der Anerkennung, nicht zuletzt auch an die erfolgreichen Ausbildungsbetriebe und die Mitglieder des Prüfungsausschusses, fanden Handwerkskammerpräsident Peter Voss, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Osnabrück, Thorsten Coch, und der Leiter der Berufsbildenden Schulen an der Brinkstraße, Oberstudiendirektor Johannes Brockmeyer.
Chancen zum Einstieg in technische Berufe
NOZ - 06.02.2010
Zum kommenden Schuljahr bieten die Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Brinkstraße in Osnabrück zwei Schulformen zum Einstieg in technische Berufe an.
Die Berufseinstiegsklasse Metalltechnik wendet sich an Schüler, die bisher keinen Hauptschulabschluss erreicht haben oder ihren Hauptschulabschluss verbessern möchten. Ziel dieser Schulform ist es, die erforderlichen Qualifikationen zur Aufnahme einer Berufsausbildung zu vermitteln.
Als weitere Schulform wird die einjährige Berufsfachschule Technik (BFT) angeboten. Diese ist auf Jugendliche ausgerichtet, die eine Ausbildung in gewerblich-technischen Ausbildungsberufen der Berufsfelder Metall- oder Elektrotechnik anstreben. Die Inhalte entsprechen denen des ersten Ausbildungsjahres eines Ausbildungsberufes wie Industriemechaniker/-in oder Elektroniker/-in. Ziel ist es, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die es ermöglichen, in das zweite Jahr einer dualen Berufsausbildung einzusteigen. Voraussetzung für die BFT ist je nach Schwerpunktwahl ein Hauptschulabschluss oder der Sekundarabschluss I. Für Realschüler besteht die Möglichkeit, den Erweiterten Sekundarabschluss I zu erwerben. Neben dem Unterricht in allgemeinbildenden Fächern und dem fachtheoretischen Unterricht findet an zwei Tagen in der Woche fachpraktischer Unterricht in schuleigenen Werkstätten statt. Darüber hinaus ist ein mehrwöchiges Praktikum in Handwerks- oder Industriebetrieben der Region vorgesehen.
Niederländer ticken anders -
Schüleraustausch der Berufsbildenden Schulen Brinkstraße
Osnabrücker Nachrichten - 27.12.2009

hintere Reihe v. l.: Henning Bunge, Daniel Post, Dennis Hackmann, Daniel Langhorst, Lukas Altevogt, Thomas Petersmann, EU-Koordinator Nobert Vogelsang, betreuender Lehrer Günter Willmann;
vordere Reihe v. l.: Philipp Kodde, Simon Belperio, Lars Wallenhorst, Dervis Yildiz.
Aller Anfang war schwer, als die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück, Brinkstraße, und das ROC Friese Poort im niederländischen Sneek im Jahr 2005 eine eine Partnerschaft beschlossen.
Doch was zögerlich begann, entwickelte sich schnell zu einer echten Erfolgsgeschichte. Kürzlich nutzten zehn Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres der Mechatroniker den Austausch, um in vier Wochen nicht nur etwas über das niederländische Bildungswesen zu erfahren, sondern auch die Arbeitsweise ihrer niederländischen Kollegen und den Umgang in den Unternehmen in Friesland kennenzulernen.
Die Sprachbarrieren lösten sich schnell auf. Ein Auszubildender berichtet: Ich kann mich nach dem Auslandsaufenthalt in simplen Sätzen auf Niederländisch unterhalten. Auch das Miteinander, die Gastfreundschaft und die Freude an der Arbeit seien in den Niederlanden anders: Ich bin sehr interessanten Menschen begegnet, die mit einer in Deutschland sehr seltenen positiven Einstellung an die Arbeit gehen und immer gut drauf sind. Die ticken halt anders und es macht damit wesentlich mehr Spaß.
Neben gegenseitigen Projektvorstellungen auf den Tagen der offenen Tür und in gemeinsamen Kurzzeitprojekten wird der Austausch nach den Vorstellungen der entsendenden und aufnehmenden Unternehmen Amazonen-Werke, Duni, Georgsmarienhütte, KM Europa Metall, technotrans, Wintershall und ZF Lemförder 2010 fortgeführt. Auch werden weitere Aktivitäten über die Mechatronik hinaus mit dem ROC angestrebt.
BBS Brinkstraße werden Zukunftszentrum für moderne Technologien
Innovationen als Markenzeichen
Bei den Berufsbildenden Schulen Brinkstraße ist die Zukunft schon jetzt Gegenwart: Neuester Beleg dafür ist die Gründung eines Innovations-Zentrums für Mechatronik- und Robotiksysteme. 1,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II werden nun in eine neue Ausstattung investiert.
„Die BBS Brinkstraße sind ein moderner und innovativer Technologiestandort. Folgerichtig passt dazu die Etablierung des Zukunfts-Zentrums für echte Zukunfts-Technologien“, freut sich Dr. Reinhold Kassing, Erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück, der Träger der Schule ist. Damit bleibe die Einrichtung eine Top-Adresse der Ausbildung in Schlüsseltechnologien, wie zum Beispiel der Informations- und Elektrotechnik. Besonderen Dank richtete Kassing an die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann: „Erst durch die Sonderförderung im Rahmen des Konjunkturpakets II ist dies alles möglich geworden. Ich danke der Kultusministerin für ihr Engagement! Das Herzstück des neuen Innovationszentrums ist eine Produktionsanlage, mit der Kernprozesse komplexer Mechatronik betriebsnah abgebildet werden. „Die Schüler können mit dieser Anlage praxisnah lernen und arbeiten. Das erhöht unseren schulischen Lehrstandard ungemein, erklärt Schulleiter Johannes Brockmeyer, der auch weiterhin das Prinzip einer offenen Lernlandschaft praktizieren will. Die Produktionsanlage habe einen modularen Aufbau, an dem Schüler hervorragend Basis- und Expertenwissen der Fabrikautomation erlernen können. Das ist das Rüstzeug für den Technologie-Nachwuchs, der immer wieder gefordert wird.“
Daneben sei das Kompetenz-Zentrum in Zukunft aber auch für Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen unterschiedlicher Zielgruppen offen. Die BBS Brinkstraße stehen jedoch nicht alleine da. Der Schule ist es gelungen, eine Vielzahl von Institutionen aus Industrie und Bildung mit ins Boot zu holen. So ist ein Netzwerk aus Kooperationspartnern entstanden, das sich von regionalen Forschungseinrichtungen bis hin zu internationalen Unternehmen erstreckt. Die Vorteile liegen für Brockmeyer dabei auf der Hand: Dadurch leisten wir eine für die Ausbildung nötige Praxisnähe. Doch warum ein Kompetenz-Zentrum für moderne Technologien im Osnabrücker Land? Der Hintergrund des Ganzen ist ganz einfach“, verrät Kassing. Wir brauchen mehr Fachkräfte in den Schlüsseltechnologien. Durch sie wird auch die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen in der Region gesichert. Wir versuchen daher ständig, die Ausbildungsqualität zu verbessern.“

Freuen sich über die neue technische Ausstattung an den BBS Brinkstraße (v.l.): Kreisrat Matthias Selle, Günter Willmann (Koordinator Mechatronik-Abteilung), Dr. Reinhold Kassing und Johannes Brockmeyer.


