Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück

Betriebsassistent/in im Handwerk

- Karriere mit Lehre -

 

In einer Kooperation zwischen der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und den Berufsbildenden Schulen Brinkstraße Osnabrück können seit 1997 junge Leute mit der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschul­reife während der Aus­bildung im Handwerk in einem kombi­nierten Ausbildungsgang neben dem Gesellen­brief die zusätzliche Qualifikation „Betriebs­assistent/in im Handwerk“ erwerben und auch die Ausbildereignungsprüfung ablegen. Diese beiden Bereiche werden als Teil III und IV der Meisterprüfung anerkannt.

Gleichzeitig mit den fachlichen Fähigkeiten eines Handwerksberufs werden auch die immer wichtiger werdenden betriebswirtschaftlichen Kenntnisse erlangt. Die Absol­venten/innen stehen durch ihre branchenübergreifende Zusatzausbildung. auf zwei Beinen. Sie erlernen einen erstklassigen Handwerksberuf und gleichzeitig dazu betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. 
 

Voraussetzungen

 

-         allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder schulischer Teil der Fachhochschulreife

-         Ausbildungsplatz im Handwerk

 

Organisation der Ausbildung

 

Die Besonderheit dieses Ausbildungsmodells bestehet darin, dass während der Aus­bildung im Handwerk eine zusätzliche Qualifikation erworben wird, ohne dass die Ausbildungszeit verlängert wird. An jedem vierten Berufsschultag findet der Unter­richt für die Teilnehmer/innen nicht in ihrer fachspezifischen Berufschul­klasse sondern berufsübergreifend in einer betriebswirtschaftlichen Zusatzklasse statt.

Die angehenden Betriebsassistenten/innen investieren somit ein Viertel ihres normalen Berufsschul­unterrichts mit dem Erwerb dieser Zusatzqualifikation, ohne dass ein zusätzlicher Berufsschultag anfällt. Der Unterricht in der hand­werklichen Berufsschulklasse läuft für ihre Klassenkameraden normal weiter. Diesen versäumten Unterrichtsstoff müssen die zukünftigen Betriebs­assistenten/innen unter Anleitung der jeweiligen Fachlehrkräfte selbständig und eigenverantwortlich nachholen und aufarbeiten. Die Inhalte der handwerklichen Berufsausbildung und der Fortbildung werden also innerhalb der regulären Ausbildungszeit vermittelt.

1. Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings

  1. Buchführung
  1. Jahresabschluss und Grundzüge der Auswertung
  1. Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling

2. Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb

  1. Handwerk in Wirtschaft und Gesellschaft
  1. Marketing
  1. Organisation
  1. Personalwesen und Mitarbeiterführung
  1. Finanzierung
  1. Planung
  1. Gründung

3. Rechtliche und steuerliche Grundlagen

  1. Bürgerliches Recht, Mahn- und Klagever­fahren, Zwangsvollstreckung, Insolvenz­verfahren
  1. Handwerks- und Gewerberecht, Handels­und Gesellschaftsrecht, Wettbewerbs­recht
  1. Arbeitsrecht
  1. Sozial- und Privatversicherungen
  1. Steuern

 

 

Ausbildungsberufe
Die Ausbildung kann in vielen handwerklichen Berufen erfolgen wie zum Beispiel:  

  • Augenoptiker/in
  • Buchbinder/in
  • Elektroniker/in
  • Elektromaschinenbauer/in
  • Gas- und Wasserinstallateur/in
  • Goldschmied/in
  • KFZ-Mechatroniker/in
  • Metallbauer/in
  • Zahntechniker/in
  • Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/in.

Abschlussprüfung

Der (die) zukünftige Betriebsassistent/in im Handwerk weist durch den erfolg­reichen Abschluss der Prüfung vor der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland nach, dass er/sie auf Grund der erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen die Voraussetzungen mitbringt, qualifizierte Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich eins Handwerks­betriebs weitgehend selbständig auszuüben.

 Die Prüfung gliedert sich in drei Prüfungsfächer, deren Ergebnisse zu einer Gesamtnote zusammengefasst werden. 

  1. Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings
  2. Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
  3. Rechtliche und steuerliche Grundlagen
Autorin/Autor: Günter Willmann

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